Sonntag, 05. Mai, 17:00 Uhr

Alice Schwarzer

Meine algerische Familie

Lesung und Gespräch

Alice Schwarzer ist den meisten vor allem durch ihren engagierten Einsatz für den Feminismus und die Gründung der Frauenzeitschrift Emma bekannt. Dabei ist sie nicht nur Journalistin, sondern auch Herausgeberin und Autorin, die bereits über zwanzig eigene Werke publiziert hat.

Meine algerische Familie ist eine autobiografische Erzählung über die enge und liebevolle Beziehung zwischen Alice Schwarzer zu einer Familie in Algerien, die in ihrer Vielfalt und Lebendigkeit ein Abbild dieses nordafrikanischen Landes zwischen Tradition und Moderne, zwischen islamistischer Bedrohung und demokratischen Hoffnungen ist. Zuerst traf Alice Schwarzer 1989 Djamila, eine algerische Journalistin, die nach dem drohenden Wahlsieg der Islamisten und dem Bürgerkrieg in den 90er-Jahren wie viele andere um ihr Leben fürchten musste und für einige Jahre nach Deutschland emigrierte.

Djamilas Eltern und Großeltern, Brüder und Schwestern, Neffen und Nichten lernte Alice Schwarzer später in deren Heimat bei Neujahrsfeiern, Ferienbesuchen und Hochzeiten kennen und lieben. Diese Familie lässt Alice Schwarzer zusammen mit der Fotografin Bettina Flitner lebendig werden: die Generation der Alten, geprägt von der Kolonialzeit, dem Befreiungskrieg und den Jahren des Aufbruchs, die Generation, die die »schwarzen Jahre« des islamistischen Terrors und der politischen Repression durchlebte, und die jungen Leute von heute zwischen High Heels und Verschleierung, zwischen Instagram und spätsozialistischer Stagnation.

Eintritt 15 €, / erm. 10€ Schüler / Studenten

Foto. Copyright: Bettina Flitner
www.aliceschwarzer.de/start